Was genau sind eigentlich Heilpflanzen?

Jeder kennt die üblichen Heilkräuter wie Lindenblüten, Kamille, Pfefferminze als Alternative im Restaurant zum Schwarztee-Beutel. Oder als den Tee, den einem die Mutter bei Erkältung und Fieber eingeflösst und den man widerwillig hinuntergeschluckt hat. Bis heute sind für mich Lindenblüten und Kamille so sehr vorbelastet, dass ich mich von einem Moment auf den anderen krank fühle, wenn ich sie nur schon rieche, geschweige denn trinke! Vermutlich wirken da die Selbstkrankmachkräfte.

Allerdings muss ich auch gleich relativieren und es wieder einmal betonen: Zwischen Kräuterbeuteltees und losen Kräutern (z.B. aus der Apotheke) oder sogar selbst gesammelten besteht geschmacklich ein riesengrosser Unterschied. Das Heilpflanzenuniversum ist viel grösser als die eingeschränkte Welt der Beuteltees.

 

Heilpflanzen oder Heilkräuter sind solche Pflanzen, deren Inhaltsstoffe  (siehe Januar-Blog) eine gesundheitsfördernde Wirkung auf unseren Organismus haben. Die Medizin definiert diejenigen Pflanzen als Heilpflanzen, die sich in experimentellen Untersuchungen oder durch langjährige Beobachtung als wirksam gegen Krankheiten erwiesen haben.

Bald gehts los im Garten!


Auch die Volksmedizin schöpft ihr Wissen über Heilpflanzen aus einer jahrhunderte-, wenn nicht gar jahrtausendealten Erfahrung. Heilen mit Pflanzen war lange Zeit die einzige Möglichkeit der Menschen, sich selber zu helfen und so hat sich das Wissen herausgebildet, welche Pflanzen für was gut sind – und welche besser gemieden werden.

 

Die altbekannten „banalen“ Kräuter und Gewürze, die wir aus der Küche kennen, sind oft Heilpflanzen und können eine heilende oder zumindest wohltuende Wirkung haben: Schnittlauch, Peterli, Oregano, Rosmarin, Salbei, auch Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln, sowie Gewürze wie Zimt, Muskatnuss, Kurkuma und noch viele mehr. Oft beruhen die Würzkraft und die Heilkraft auf denselben Inhaltsstoffen. Blätter von Blumen, Bäumen und Beerensträuchern, Wurzeln, Blüten, alle Teile einer Pflanze können heilkräftig sein.

 

Gemüse und Obst können ebenfalls heilend wirken, Heilpflanzen zeichnen sich jedoch dadurch aus, dass sie eine erhöhte Anzahl Wirkstoffe haben. Wenn ihr euch was Gutes tun wollt, dann nehmt doch möglichst oft frische Kräuter zu euch, möglichst verschiedene, sei es in Salaten, beim Kochen oder als Tee.

   

Heilpflanzen treten in vielfältiger Gestalt auf - als

  •            Kräuter, wie Schnittlauch, Peterli, Salbei, Rosmarin, Basilikum

  • Gewürze, wie Ingwer, Kurkuma, Zimt, Muskatnuss
  • Arzneimittel, wie Kamille, Beinwell, Johanniskraut, Brennnessel
  • und als Lebensmittel, wie Zwiebeln, Knoblauch, Zitrone
 

Monatsblatt März  - Gänseblümchen, die Wachmacher

Sogar das Gänseblümchen, das man auf jeder Wiese findet, ist eine Heilpflanze. Mehr dazu Im Monatsblatt vom März.
Auf das Bild klicken, um es zu vergrössern.

 


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Kommentare: 2
  • #1

    Caspar Türler (Dienstag, 21 März 2017 22:52)

    Geniales Gänseblümchen-Orakel, liebe Carole! Viel mehr als nur "er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich ....". Ich wünsche dir jeden Tag ein schönes Blütenblättchen zum zupfen - carpe diem!

  • #2

    m+p (Samstag, 25 März 2017 22:14)

    Wat zo ein lief bescheiden maar ook taai en sterk Madeliefje alles kan!
    goed te weten